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90 Standards und 220 Millionen Testkilometer: Wo China beim vernetzten Auto steht
Neue Zahlen zeigen ein großes Regel- und Testsystem. Testumfang, L2-Ausstattung und begrenzte L3-Erprobung sind jedoch drei verschiedene Meilensteine.
Medienbericht · Originalquellen unten

Das Wichtigste
- China hat 90 Standards veröffentlicht und 62 weitere Projekte eingeleitet.
- 57.000 km Teststraßen und mehr als 220 Millionen Testkilometer stehen für beaufsichtigte Erprobung, nicht für eine allgemeine Freigabe.
- Mehr als 70 % der neuen Pkw haben L2-Assistenz; erste L3-Fahrzeuge werden nur in festgelegten Gebieten erprobt.
Berichtete Einzelheiten
Auf der World Intelligent Connected Vehicles Conference 2026 in Peking veröffentlichte China neue Kennzahlen: 90 einschlägige Standards sind erschienen, für 62 weitere Vorhaben wurden Projektpläne erteilt. Zudem bestehen 17 nationale Testzonen und 20 Pilotstädte für die Vernetzung von Fahrzeug, Straße und Cloud.
Mehr als 20.000 Testgenehmigungen wurden ausgegeben, 57.000 km Straßen für Tests geöffnet und über 220 Millionen Testkilometer gesammelt. Laut MIIT sind außerdem mehr als 60.000 intelligente Straßengeräte installiert. Das beschreibt beaufsichtigte Validierung und Infrastruktur, keine freie autonome Nutzung aller genannten Straßen.
Bei Serienfahrzeugen liegt die Ausstattung neuer Pkw mit kombinierter L2-Fahrassistenz laut Ministerium über 70 %. L2 lässt die Verantwortung vollständig beim Fahrer. Erste bedingt automatisierte L3-Fahrzeuge befinden sich lediglich in Zugangs- und Straßentests in bestimmten Gebieten und unter definierten Betriebsbedingungen.
Als Nächstes will das Ministerium Demonstrationen in ausgewählten Szenarien ausweiten, die Fahrzeug-Straße-Cloud-Piloten vertiefen und verbindliche Normen für Assistenzsysteme sowie Regeln zu Betriebsüberwachung und Datensicherheit umsetzen. Die Konferenz fand vom 21. bis 23. Oktober statt.
Redaktionelle Einordnung
Für Käufer sagt die L2-Quote wenig über die Leistungsfähigkeit eines einzelnen Modells aus. Sensoren, zulässige Straßen, Fahrerüberwachung, Softwarestand und Aktivierungsbedingungen unterscheiden sich je nach Ausführung. Maßgeblich bleiben daher konkrete Ausstattung und Handbuch.
Der wichtigere Wandel ist ein nationales System, das Produktnormen, Straßentests, Infrastruktur und Überwachung verbindet. Entscheidend wird sein, ob Pflichtregeln einheitlich greifen und L3-Piloten transparente Sicherheitsdaten liefern. 90 Standards und 220 Millionen Kilometer belegen institutionelle Größe, nicht universelle kommerzielle Autonomie.
Einordnung
Die Kennzahlen wurden rund um die Konferenz 2026 veröffentlicht. Der Beitrag trennt veröffentlichte Standards, geplante Projekte, beaufsichtigte Tests und begrenzte Zulassungsversuche.
Originalberichte und Urheber
IT Home, Bericht zu Konferenzdaten ↗Veröffentlichung der Quelle: